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Sex

Der ganz normale Sex

Die Regisseurin Annette Kuss collagiert in ihrem Stück "Freudendienste" Interviews mit Sexarbeiterinnen.
Das Bordell als Bühne wird zum Publikumsmagneten, eine tiefere Auseinandersetzung verwischt in Clip-Ästhetik

Ein bisschen aufregend ist das schon: In einem dunklen Hinterhöfchen im Wedding zu stehen, hinauf zu den Fenstern zu blicken, aus denen es rot-orange leuchtet - und dann auf die Klingel zu drücken. "Freudenhaus Hase". Es geht in ein Bordell, in ein Laufhaus besser gesagt, in dem die Freier lustwandeln, bis sie sich für eine Dame entscheiden. Für viele ein tabuisiertes Terrain also, zugänglich gemacht von der Theaterregisseurin Annette Kuss. Die lässt ihr Stück "Freudendienste" an einem authentischen Ort aufführen - nach Dienstschluss der dort Arbeitenden versteht sich.

Der Einladung ins Bordell sind überwiegend Frauen in studentischem Alter gefolgt, dazwischen ein paar Männer, in Nadelstreifenanzug oder Jeans. Man drängt sich im engen Treppenhaus und harrt gespannt der Dinge. Da schallen Frauenstimmen von oben: "Ne Prostituierte ist halt ne Frau, die sich auskennt in gewissen Sachen." "Die kommen da hin, die wollen reinstecken, die wollen abspritzen, die wollen jehn." "Det is ne Dienstleistung im Wellnessbereich."

Da spricht die Frau von der Straße - mit sprechtrainierter Stimme. Aufatmen bei den ZuschauerInnen, die die 30 begehrten Karten für den Abend ergattert haben: keine Konfrontation mit echten Huren also. Die Geschauspielerten lehnen indes in den Türrahmen zu den Zimmerchen. Ein Zuhälterbübchen, auch es mit schön stimmhaftem "s", drängt zur Entscheidung: "Suchen Sie eine Farbige? Etwas Rothaariges? Bitte sehr!" Die ZuschauerInnen verteilen sich.

Was dann folgt, sind kleine Aperçus: Die Frauen in weißen blickdichten Animationskostümchen erzählen von ihren Werdegängen, aus ihrem Leben, ihrem Alltag. Versatzstücke fliegen einem um die Ohren, immer wieder drängt das Bübchen zum hektischen Zimmerwechsel. Fast rennt man durchs Laufhaus, um irgendwo wieder eine Szene mitzubekommen. Was schwer fällt: Die Augen schweifen über die Einrichtung - Kleenex-Boxen, Kondomgläser, Ikea-Tische, Lichterkettchen, Tagesdecken im Leopardenfell-Look und Kandinsky-Poster. Sie gieren nach dem Verruchten, dem Extraordinären - und finden doch nur diese Preislisten, gerahmt neben den Türen: der 15-Minuten-Quickie für 25 Euro, 30 Minuten französisch plus Verkehr für 45 Euro, Rollenspiele und Natursekt für jeweils 25 Euro.

Der konkreteste Kommentar zur Ökonomie der Sexarbeit also hängt an der Wand - während das Zuhälterchen Symbolpolitik betreibt und mit Wasser gefüllte Kondome auf die Goldwaage legt. Auch als die vier Frauen später Plüschkissen mit Vaginaschlitz ausklopfen, auspinseln und salzen, überblendet die Metaphernarbeit des Theaters den Wirklichkeitsbezug der Texte.

Annette Kuss, Autorin und Regisseurin der "Freudendienste", führte mit 15 Huren und 10 Freiern und Zuhältern Interviews - nicht im Freudenhaus Hase. Die Privatsphäre der Hase-Frauen, die wie alle Prostituierten ein anstrengendes Doppelleben führen, soll geschützt bleiben. Denn wer traut einer Hure schon zu, eine gute Mutter zu sein?

Annette Kuss hat also ein Stück montiert, das Einblicke in eine oft mystifizierte Jobwelt bietet - in Träume und Ängste, in Konkurrenzdruck, Alltagsprobleme, Spaß und Langeweile der Arbeiterinnen. Leider bekommt dabei keine der Figuren ein Gesicht, die Texte bleiben ein Pointen-Patchwork in Clip-Ästhetik, das man in Highspeed konsumiert. Keine der angespielten Lebensgeschichten bietet so die Möglichkeit, sich mit ihr tiefer auseinander zu setzen.

Die "Freudendienste" vergeben die Chance, den Ort so zu nutzen, dass er nicht nur als Faust-aufs-Auge-Dekor für gut recherchierte Auslassungen zum Thema Prostitution daherkommt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer dagegen dürfen unterm Deckmäntelchen der Kultur einen Blick in ein Bordell werfen - und das Freudenhaus Hase bekommt Öffentlichkeit. [Quelle: taz]

11.6.06 13:52


Lust auf Sex ist vererbbar

Israelische Wissenschaftler glauben, einen Zusammenhang zwischen der sexuellen Erregbarkeit eines Menschen und seinem Erbgut gefunden zu haben. Demnach entscheidet ein Gen namens DRD4 mit darüber, wie groß das sexuelle Verlangen und das Lustempfinden eines Menschen sind. Je nachdem, welche Variante des Gens im Erbgut vorhanden ist, sei die Libido dabei stärker oder weniger stark ausgeprägt, berichtet die Forschergruppe um Richard Ebstein von der Hebrew-Universität in Jerusalem in der Fachzeitschrift "Molecular Psychiatry".

Bereits in früheren Studien an Zwillingen gab es Hinweise darauf, Unterschiede im sexuellen Verhalten könnten erblich sein. Erst vor kurzem entdeckten Wissenschaftler jedoch einen konkreten Zusammenhang zwischen der Erektionsfähigkeit männlicher Ratten und einem Dopamin-Rezeptor namens D4. Dieses Erkennungsprotein reagiert auf den Botenstoff Dopamin, der unter anderem im Lust- und Belohnungssystems des Gehirns vorkommt und bei angenehmen Beschäftigungen wie Sex oder Essen ausgeschüttet wird.

In ihrer Studie konzentrierten sich Ebstein und seine Kollegen daher auf das Gen, das die Vorlage für die Produktion dieses Rezeptors liefert. Sie befragten 148 Studenten und Studentinnen zu ihrem sexuellen Verlangen und Lustempfinden und verglichen die Aussagen damit, welche Variante des DRD4-Gens im Erbgut vorhanden war. Tatsächlich fanden die Forscher einen Zusammenhang zwischen der Ausprägung des Gens und der Libido ihrer Probanden: Sie identifizierten sowohl Varianten, die das Lustempfinden erhöhen als auch solche, die es reduzieren. Wahrscheinlich tragen in den meisten Gesellschaften etwa zwei Drittel der Bevölkerung die Genversion für die verminderte Libido und nur ein Drittel die für die größere Lust, vermuten die Wissenschaftler.

Die Studie zeige erstmals einen Zusammenhang zwischen einem spezifischen Gen und der sexuellen Begierde, sagen die Forscher. Sie glauben, diese Ergebnisse könnten ein Umdenken im Verständnis der eigenen Sexualität sowie sexueller Störungen und ihrer Behandlung einläuten. Bisher war beispielsweise eine geringe Libido als eine Abweichung von der sexuellen Norm betrachtet und auf psychologische Probleme oder erlerntes Verhalten zurückgeführt worden. Eine Verwurzelung des sexuellen Lustempfindens im Erbgut eröffnet dagegen neue, vorurteilsfreie Blickwinkel auf ungewöhnlichere Ausprägungen des Sexualverhaltens, schreiben die Wissenschaftler. [Quelle: Stern]

3.6.06 14:46





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